Home
News
Tatjana und Cor
Die Höfe
Die Pferde
Angebot und Kurse
Termine
Fotoshootings
Klassisch - Was ist das?
Barocke Pferderassen
Hohe Schule
Seitengänge
Zirzensik
Handarbeit
Doppellonge
Poesie
Gästebuch
Kontakt
Links
Impressum


Die Zirzensik (Zirkuslektionen) umfaßt eine ganze Reihe von Lektionen, die das Pferd  gymnastizieren und Vertrauen fördern, aber auch Agressionen abbauen und die Rangordnung von Mensch und Pferd festigen können. Ebenso ist es eine schöne Abwechslung für die Pferde von ihrem oft monotonem Alltag, sie bekommen Spaß daran, und nicht selten wird ein eher schüchternes und zurückhaltendes Pferd selbstbewußter und beginnt zu spielen.

Die meisten Zirzensischen Lektionen leiten sich von dem Imponiergehabe der Hengste ab, wenn sie spielen oder Rangordnungskämpfe austragen. Beobachtet man Junghengst auf der Weide, wird man sehen, das sie im Spiel alles ungelernt und in Freiheit zeigen.

Achtung: Es darf nicht vergessen werden, das einige zirzensische Lektionen bei ungewollter Ausführung sehr gefährlich werden können, insbesondere der Spanische Schritt und das Steigen.

Man unterscheidet hier zwischen gymnastizierenden Lektionen, wie z.B. das Kompliment, Plié, spanischer Schritt..., und nichtgymnastizierenden Lektionen, wie Ja- und Neinsagen, Teppich ausrollen, Lachen usw.

Spanischer Schritt

Beim Spanische Schritt wird das Vorderbein bei jedem Schritt nach vorne ausgestreckt. Manche Pferde können dabei die Beine sogar waagrecht ausgestreckten. Wichtig ist dabei, das das Pferd mit den Hinterbeinen mitläuft und  das Bein nicht nur im Stehen ausstreckt. Die Vorstufe dazu ist die sogenannte Polka, wo die Streckung nur bei jedem zweiten Schritt verlangt wird.

Der gymnastische Effekt des Spanischen Schrittes ist die enorme Förderung der Schulterfreiheit.

Spanischer Trab

Im spanischen Trab wird der selbe Bewegungsablauf wie im Spanischen Schritt im Trab ausgeführt. Dies erfordert vom Pferd eine extreme Koordination der Beine.

Spanischer Schritt rückwärts

Beim Spanischen Schritt rückwärts führt das Pferd die Streckung des Vorderbeines aus, stellt dann das Bein aber nicht ab, sondern macht einen Schritt rückwärts.

Diese Lektion ist enorm schwierig, da es eine Vorwärtsbewegung ist, die im Rückwärts ausgeführt wird. Weltweit gibt es nur ganz wenige Pferde, die diese schwierige Lektion ausführen können.

Spanischer Gruß

Hierbei hält das Pferd ein Vorderbein nach vorne ausgestreckt, aber anders als beim Spanischen Schritt wird diese Lektion im Halten ausgeführt. Das Pferd soll das Bein so lange wie möglich ausgestreckt lassen, ohne es abzusetzten.

Kompliment

Beim Kompliment (auch Referenz genannt) geht das Pferd mit einem Vorderbein "auf die Knie", während das andere Bein nach vorne ausgestreckt wird. Es "verbeugt" sich. Hengste versuchen, sich beim Rangordnungskampf gegenseitig in die Vorderbeine zu beißen, das rangniedere Pferd gibt nach, indem es "in´s Kompliment" geht.

Beim Kompliment wird die Rücken- und Lendenpartie des Pferdes gestärkt und gedehnt.

Liegen

Das Pferd legt sich auf Komando hin, dabei wird als Vorstufe oft das Knien gezeigt, bevor sich das Pferd ganz ablegt. Dabei unterscheidet man das flache Liegen, bei dem das Pferd ganz flach liegt, und das aufrechte Liegen. Das Ablegen erfordert      - besonders im Publikum - viel Vertrauen des Pferdes.

Sitzen

Aus dem Liegen kann man das Sitzen entwickeln. Dabei verharrt das Pferd beim Aufstehen in einer sitzenden Position. Je aufrechter das Pferd dabei sitzt, desto einfacher ist, und desto länger kann es sitzen bleiben.

Eine andere, aber sehr viel schwierigere Form des Sitzens wird aus dem Stand gemacht. Dabei knickt das Pferd die Hinterbeine ein bis es sitzt, ohne sich vorher hinzulegen.

Steigen

Beim Steigen erhebt das Pferd mit Schwung die Vorhand vom Boden. Manche Pferde stehen dann fast senkrecht.

Beim Steigen lernt das Pferd, sich auszubalancieren. Unausbalancierte Pferde dürfen am Anfang nicht zu hoch steigen, sie können sonst das Gleichgewicht verlieren.

Plié

Beim Plié steht das Pferd in möglichst weitem Stand und "lehnt" sich nach hinten, die Brust nähert sich dem Boden, die Vorderbeine sind nach vorne gestreckt. Beim gut ausgeführten Plié streckt das Pferd den Kopf nicht zwischen die Vorderbeine.

Das Plié ist eine der besten Übungen, um den Rücken zu dehnen und die Muskulatur zu stärken.

Podest

Hierbei steigt das Pferd mit beiden Vorderbeinen auf ein stabiles Podest, welches der Größe des Pferdes angepasst sein muß. Da die meisten Pferde es mögen, den Überblick zu haben, steigen sie gerne auf das Podest. Dabei kann das Pferd z.B. noch den Spanischen Gruß zeigen. Auch hierbei ist eine Dehnung und Stärkung des Rückens ein sehr positiver "Nebeneffekt".